NASA sucht nach zweiter Erde

WELTRAUMFORSCHUNG
07.03.2009

Weltraumteleskop startet Suche nach ähnlichen Planeten

Mit der größten Kamera, die jemals in den Weltraum gebracht wurde, sucht die US-Raumfahrtbehörde NASA seit Samstag nach Planeten wie dem unseren im All. Das Weltraumteleskop Kepler wurde in der Nacht in seine Umlaufbahn gebracht. Die nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte Sonde soll in den nächsten drei Jahren etwa 100.000 Himmelskörper in den Sternbildern Schwan und Lyra auf ihre Erdähnlichkeit untersuchen.

Die Trägerrakete vom Typ Delta II startete am Samstag um 04.49 Uhr MEZ bei idealen Wetterbedingungen von Cap Canaveral. Eine gute Stunde später machte sich die Sonde in 721 Kilometer Höhe selbstständig. Sie kreist nun im Gefolge der Erde um die Sonne und hält nach Himmelskörpern Ausschau, auf denen ähnliche Bedingungen wie auf unserem Planeten herrschen.

Die übliche Frage

"Die Mission versucht eine Frage zu beantworten, die so alt ist wie die Zeit - gibt es da draußen noch andere Planeten wie unseren?", sagte der NASA-Experte Ed Weiler. Die Kosten belaufen sich auf etwa 480 Millionen Euro.

Das 1,03 Tonnen schwere Teleskop sucht nach relativ kleinen Planeten, die weder zu heiß noch zu kalt sind, auf denen es Felsen gibt und flüssiges Wasser. Mit seiner Kamera kann es den leichten Dimmereffekt erfassen, der entsteht, wenn ein Planet an einem Stern vorbeizieht. Auf der Suche nach Himmelskörpern ist seit 2006 auch die europäische Sonde Corot im All.

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(AFP)