Sony droht Milliardenverlust

KRISE
13.01.2009

Erstmals seit 14 Jahren

Der japanische Elektronik- und Medienkonzern Sony wird nach einem Zeitungsbericht im laufenden Geschäftsjahr erstmals seit 14 Jahren wieder einen operativen Verlust einfahren.

Die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete am Montag, erwartet werde ein negatives Betriebsergebnis von 100 Milliarden Yen (830 Mio. Euro). Er könnte, je nach Geschäftsverlauf von Jänner bis März, sogar doppelt so hoch ausfallen, hieß es in dem Bericht.

Abbau von Arbeitsplätzen

Noch im Oktober hatte Sony für das am 31. März endende Geschäftsjahr 2008/2009 einen Betriebsgewinn von 200 Milliarden Yen prognostiziert. Die Verluste seien im Geschäft mit der Unterhaltungselektronik angefallen, berichtete die Zeitung weiter. Sony verkauft wegen der weltweiten Rezession deutlich weniger.

Als Reaktion darauf hatte das Unternehmen bereits im Dezember angekündigt, 16.000 Arbeitsplätze abzubauen, Investitionen zu kürzen und sich aus einigen Sparten zurückzuziehen. Damit sollen rund 820 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Dem Zeitungsbericht zufolge belasten neben den Umstrukturierungskosten der starke Yen und erwartete Abschreibungen von 50 Milliarden Yen bei der Sony Life Insurance Co das Ergebnis.

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(AFP/APA)