07.03.2003

AUFGESTOCKT

Bildquelle: PhotoDisc

UTA erhält frisches Geld

Die Raiffeisen-Gruppe stockt ihren Anteil an der UTA von neun auf 26 Prozent auf. Darauf haben sich Raiffeisen und der UTA-Haupteigentümer VTÖB - eine Vereinigung österreichischer Energielandesversorger - nach monatelangen Verhandlungen Donnerstagabend geeinigt.

Die Aufstockung erfolgt über eine Kapitalerhöhung. Raiffeisen hält danach die Sperrminorität am zweitgrößten Telekom-Betreiber des Landes. Die restlichen 74 Prozent liegen bei der VTÖB.

RZB-Vorstand Manfred Url betonte, dass man "mit diesem Schritt den erfolgreichen Wachstumskurs von UTA" unterstütze. UTA-Aufsichtsratschef Herbert Hönlinger wertet die Einigung als "deutliches Stärkesignal auf einem in der Konsolidierung befindlichen Markt".

Eigentümer schießen zu

Wie viel frisches Kapital die UTA im Zuge des Deals erhält, bleibt vorerst unklar. Die Zustimmung der verantwortlichen Gremien der Raiffeisen-Gruppe [über die ECOT Internet-Holding, einer Gesellschaft von RZB, Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, RLB Steiermark und Uniqa an der UTA beteiligt] sowie der VTÖB [Bewag, EVN, Kelag, Energie AG Oberösterreich, Steweag, Tiwag, VKW und Wiener Stadtwerke] ist noch ausständig.

Unabhängig von der Kapitalerhöhung sollen die UTA-Eigentümer heuer noch zehn bis 15 Mio. Euro zuschießen. Damit sei das Unternehmen ausfinanziert, hieß es zuletzt.

2002 hat die UTA 248 Mio. Euro umgesetzt, um sechs Prozent mehr als im Jahr davor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] lag im Vorjahr vorläufigen Berechnungen zufolge bei minus 10,6 [2001 minus 63] Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr plant die UTA ein Umsatzplus von sieben Prozent auf rund 266 Mio. Euro. Das EBITDA soll auf plus 11,2 Mio. Euro drehen.