29.01.2003

BILANZ 2002

Bildquelle: fuZo

UTA 2002 leicht unter Erwartungen

Der Wiener Telekom- und Internet-Anbieter UTA ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 auf Grund des schwierigen Marktumfelds bei Umsatz und Ertrag leicht unter den ursprünglichen Erwartungen geblieben.

2003 sei ein weiteres Wachstum im Internet- und Telefonbereich auch durch Zukäufe geplant, sagten die beiden UTA-Vorstände Romed Karre und Johannes Schwertner.

Die Chancen für eine Akquisition noch vor dem Sommer lägen bei über 50 Prozent.

Weitere Preissenkungen im Datenbereich

Der Umsatz der UTA stieg 2002 laut vorläufigen Berechnungen um sechs Prozent auf 248,2 Mio. Euro. Im November 2002 war die UTA noch von einem Umsatz von 252 Mio. Euro ausgegangen, ursprünglich waren 268 Mio. Euro erwartet worden.

Der Grund für die niedrigere Wachstumsrate liege vor allem im Preisverfall, erläuterte Schwertner: "Die Preise haben sich in den vergangenen zwei Jahren geviertelt."

Während der Umsatz im Privat- und Businessbereich um 10,4 Prozent gestiegen sei, sei der Umsatz im Carriergeschäft um drei Prozent zurückgegangen.

Im Telefoniebereich sei das Preistief nun erreicht, im Datenbereich seien durch die "massiven Überkapazitäten am Glasfaserkabelmarkt" heuer noch weitere Preissenkungen zu erwarten, meint Karre.

EBITDA bei minus 10,6 Mio. Euro

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] lag im Vorjahr vorläufigen Berechnungen zufolge bei minus 10,6 Mio. Euro, im November 2002 hatte das Unternehmen noch mit minus acht Mio. Euro gerechnet.

"Wir haben 2002 den Profitabilitäts-Turn-around geschafft", so Schwertner. Die UTA sei seit Juli 2002 EBITDA-positiv, der Cash-Flow-Break-even werde für das Halbjahr 2003 erwartet.