06.03.2003

2002

Bildquelle: fuZo

Rekordverlust für Vivendi

Der Mischkonzern Vivendi Universal [VU] hat 2002 einen Nettoverlust von 23,3 Milliarden Euro verzeichnet und damit einen neuen Negativrekord für ein französisches Unternehmen aufgestellt.

Diesen Betrag gab der französisch-amerikanische Konzern am Donnerstagabend nach Schluss des Handels an der Pariser Börse bekannt.

Vivendi-CEO Jean-Rene Fourtou sprach von einem "besonders schweren Jahr für Vivendi Universal." 2001 hatte der Konzern einen Verlust von 13,6 Mrd. Euro.

Im Anschluss an die Bekanntgabe kam der Aufsichtsrat zusammen, um über einen möglichen Verkauf der Unterhaltungssparte zu beraten. In diesem Jahr will sich die hoch verschuldete Gruppe demnach von Firmenbeteiligungen im Wert von sieben Milliarden Euro trennen.

Das Pariser Wirtschaftsblatt "Les Echos" berichtete heute, neben einem bereits eingeplanten Fehlbetrag von 14,4 Milliarden Euro habe der Mischkonzern weitere milliardenschwere Wertberichtigungen hinnehmen müssen.

Vor allem beim Bezahl-TV-Sender Canal plus und bei dem US-Ableger USA Networks müssten die Zahlen nach unten korrigiert werden. Die VU-Aktie gab nach einem starken Vortagesplus von 8,25 Prozent am Donnerstag 4,31 Prozent nach und fiel auf 12,43 Euro.