Neue Jowood-Aktien an der Börse
Jowood hat laut einer Ausssendung bereits am 26. Februar die Zulassung von 3.077.000 Aktien zum Nominale von einem Euro zum amtlichen Handel der Wiener Börse beantragt.
Die Aktien stammen demnach aus der am 18. Dezember 2002 beschlossenen und am 23. Jänner 2003 im Firmenbuch eingetragenen Kapitalerhöhung.
Die Erstnotierung der Aktien ist für diese Woche vorgesehen. Die Kursfeststellung wurde für den Prime Market der Wiener Börse beantragt.
Die geprüften und vom Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschlüsse 2002 sind nach Unternehmensangaben im Prospekt enthalten.
Jowood plant KapitalerhöhungNachlässe
Jowood, im vergangenen Jahr knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt, weist im Jahresabschluss 2002 jetzt eine deutlich geschrumpfte Bilanzsumme von 52,44 [2001: 67,67] Mio. Euro aus.
Als Gründe gab die börsennotierte Firma Sanierungsmaßnahmen, Wertkorrekturen und Nachlässe an. Mit den Banken habe man Nachlässe von 8,95 Mio. Euro verhandelt, hieß es, neben "stillen Ausgleichen in hohem Ausmaß". Sein Eigenkapital bezifferte das Unternehmen mit 13,94 Mio. Euro.
Das "WirtschaftsBlatt" berichtet in seiner Dienstag-Ausgabe über die neue Eigentümerstruktur nach der Kapitalaufstockung. Hauptaktionär sei mit einem Anteil von mehr als zehn Prozent die "Clanfa Anstalt". Dabei dürfte es sich um eine in Liechtenstein ansässige Privatstiftung handeln, schreibt die Zeitung. Wer hinter dieser Stiftung stecke, wisse aber nicht einmal das Management von Jowood. Die bisherigen Kernaktionäre, Jowood-Gründer Andreas Tobler und der Finanzinvestor Qino Flagship, würden je fünf Prozent halten. Neue Aktionärin ist laut "WirtschaftsBlatt" die Bank Austria Creditanstalt [BA-CA] mit ebenfalls fünf Prozent Anteil.
Eiertanz um Jowood-Vertriebstöchter
