MS droht Klage wegen Wurmschäden
Nachdem der Wurm "SQLSlammer" vor rund zehn Tagen in Südkorea den Internetverkehr besonders stark beeinträchtigt hatte, erwägen Betroffene jetzt Microsoft auf Produkthaftung zu verklagen.
Die Bürgerrechtsbewegung "People's Solidarity for Participatory Democracy" [PSPD] hat die Namen von 3.000 betroffenen Anwendern gesammelt, die Microsoft nun mit einer Sammelklage drohen.
"Microsoft hat zwar auf verschiedenen Wegen öffentlich vor dem Wurm gewarnt. Wir glauben aber nicht, dass das Unternehmen damit seinen Pflichten ausreichend nachgekommen ist. Schließlich besitzt Microsoft eine Kundenliste aller SQL-Server-User.", begründen die Koreaner ihre Ansprüche.
Noch in dieser Woche soll ein von der PSPD zusammengerufenen Anwaltsteam die Details der Klage beraten.
Milliardenschaden durch Wurm-AngriffBilliger Wurm
Nach Ansicht der britischen Marktforschungsfirma mi2g kam letztes Wochenende die Internet-Wirtschaft allerdings vergleichsweise billig weg: SQLSlammer produzierte demnach relativ niedrige Ausfallkosten von rund einer Milliarde USD.
Mit geschätzten Ausfallkosten von 950 bis 1.200 Millionen USD platziert¿mi2g Slammer auf Platz neun der Katastrophen-Liste. Wesentlich gravierendere finanzielle Schäden hätten beispielsweise Code Red [2,6 Milliarden USD], Love Letter [8,8 Milliarden] oder Klez [Neun Milliarden] gezeitigt.
mi2g
