EMTS-Aktie fällt um 70 Prozent
Knapp zwei Wochen nach Aussetzung des Handels ist die Aktie des schwer angeschlagenen Salzburger Handy-Dienstleisters EMTS am Montag regelrecht abgestürzt.
Mit 0,45 Schweizer Franken notierte der an der Zürcher Börse gelistete Titel nach Wiederaufnahme des Handels im bisherigen Verlauf um 69,8 Prozent tiefer.
Nach Aussagen des neuen Vorstands soll es Hinweise für Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen 2001 und 2002 geben.
EMTS lässt Bilanzen prüfenErgebnisse kommen noch im Februar
Nachdem die Aktie von 23. bis 31. Jänner vom Börsenhandel ausgesetzt war, teilte das Unternehmen heute Früh mit, den Wirtschaftsprüfer KPMG mit der Überprüfung von Umsätzen, Ergebnissen und Geschäftsgebarung beauftragt zu haben. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen sei "im Laufe des Februars 2003" zu rechnen, hieß es.
Bekannt gegeben wurde auch, dass Nokia, der wichtigste Einzelkunde, Kooperationsverträge gekündigt habe und EMTS Tochterfirmen in Frankreich, den Niederlanden und Schweden voraussichtlich schließen werde.
Märkte in der Schweiz und Monaco aufgegeben
Um sich von Altlasten zu befreien, hatte sich das Salzburger
Unternehmen erst kürzlich aus den Märkten Schweiz und Monaco
zurückgezogen.
EMTS befreit sich von "Altlasten"Klub der "Penny-Stocks"
EMTS war am 30. Juni 2000 an die Börse gegangen. Ausgegeben wurden die Aktien zu einem Stückpreis von 95 Franken.
Zu ihren besten Zeiten notierte das Papier deutlich im dreistelligen Bereich, mit dem jetzigen Aktienkurs gehört EMTS nun dem Klub der "Penny-Stocks" an.
