Mobilkom übernimmt Paybox Austria
Während die deutsche Paybox, Anbieter eines Handy-Bezahlservice, ihre Dienste im Privatkundengeschäft in Deutschland, Schweden und Großbritannien eingestellt hat, sieht sich Paybox Austria sogar auf Expansionskurs.
Mittels strategischer Kooperationen soll das Unternehmen ins Finanzdienstleistungsangebot der österreichischen Banken aufgenommen werden, kündigten die neuen Vorstände Thomas Capka und Jochen Punzet am Montag an.
Die diesbezüglich laufenden Verhandlungen im Bankensektor seien viel versprechend. Ziel sei es, jedem Konto- oder Kreditkarteninhaber automatisch auch das Bezahlen via Handy zu ermöglichen.
Aus für deutsches KonsumentengeschäftMobilkom wird Alleineigentümer
Daneben stehen bei Paybox Austria gesellschaftsrechtliche Veränderungen an. Die Mobilkom Austria, die bisher zu 49 Prozent an Paybox Austria beteiligt war, will per 30. Juni 2003 das Bezahlsystem vollständig übernehmen.
Mobilkom hatte kürzlich zudem auch die Lizenzen für das Paybox-Angebot in Osteuropa und das gesamte Paybox-IT-System gekauft, das künftig von Österreich aus betrieben wird.
Das große Potenzial von "Mobile Payment" könne nur durch einen Schulterschluss zwischen Systembetreibern, Telekom-Unternehmen und Banken ausgeschöpft werden, meint Mobilkom-Marketingvorstand Hannes Ametsreiter. Große Chancen für Paybox gebe es in Kroatien und Slowenien, wo die Mobilkom bereits aktiv sei.
Paybox hat nach eigenen Angaben in Österreich seit dem Start im Februar 2001 bisher rund 50.000 Kunden gewonnen, die bei mehr als 1.300 Akzeptanzstellen - im Internet, im Einzelhandel sowie bei mobilen Dienstleistern - via Handy bezahlen können.
