Aus für deutsches Konsumentengeschäft
Der deutsche Anbieter von mobilen Zahlungsdiensten, Paybox, wird nach Unternehmensangaben aus Kostengründen sein Privatkundenangebot in Deutschland einstellen und die Personalstärke deutlich verringern.
Wie das Unternehmen heute mitteilte, sei es in Deutschland "nicht gelungen, die kritische Masse aktiver Nutzer zu erreichen". In Österreich, wo die Mobilkom mit 49 Prozent an Paybox beteiligt ist, wird der Bezahldienst via Handy laut Aussendung hingegen wegen positiver Marktreaktionen weiter angeboten.
Nach einer Restrukturierung des Unternehmens will Paybox auch in Deutschland den Bezahldienst wieder aufnehmen. Details wurden vorerst nicht bekannt. Das Unternehmen will sich am Nachmittag zur Umstrukturierung äußern.
PayboxEigentümerstruktur
Neben einer unbefriedigenden Geschäftslage hat sich bei der im Jahr 2000 gestarteten Paybox Deutschland auch die Eigentümerstruktur drastisch verändert.
Die Deutsche Bank habe sich als bisheriger Hauptgesellschafter bei Paybox zurückgezogen, die Anteile habe das Management übernommen, teilte der Dienstleister weiter mit. Der Verkauf der Anteile sei Ende 2002 im Zuge der Konzentration der Bank auf ihr Kerngeschäft erfolgt.
