AMD verfehlt Analystenprognose
Advanced Micro Devices [AMD] hat im abgelaufenen Quartal auch wegen kostspieliger Stellenstreichungen deutlich höhere Verluste geschrieben als von Analysten erwartet.
Der Nettoverlust im vierten Quartal habe 854,7 Millionen USD oder 2,49 USD je Aktie betragen, teilte der größte Konkurrent von Branchenprimus Intel am Donnerstag nach Börsenschluss mit.
Vor Sonderposten, davon 330,6 Millionen für Umstrukturierungen, sei der Verlust bei 0,68 USD je Aktie gelegen. Auf dieser Basis hatten Analysten mit einem geringeren Minus von 0,42 USD gerechnet bei einem Umsatz von 682,8 Millionen USD. AMD bezifferte den Quartalsumsatz mit 686,4 Millionen USD. Der Umsatz mit Prozessoren sei im Quartal um 60 Prozent gestiegen, weil sowohl der Absatz als auch der Durchschnittspreis gestiegen seien. Der Umsatz mit Flash-Speichern, die auch in Handys eingesetzt werden, habe um 15 Prozent zugenommen.
IBM und AMD vereint gegen IntelAusblick
Für das laufende Quartal sei mit den ersten Erfolgen des Sparprogramms zu rechnen, teilte AMD weiter mit.
Das Unternehmen liege im Plan, die Kostenbasis auf weniger als 800 Millionen USD pro Quartal zu senken. Die Nachverhandlung von langfristigen Krediten für eine Chipfabrik in Dresden habe den Finanzbedarf für 2003 um 200 Millionen USD reduziert.
Durch die Ausgabe einer Wandelanleihe über 400 Millionen USD habe der Konzern im vierten Quartal zudem insgesamt liquide Mittel von einer Milliarde USD erreicht.
Der weltgrößte Chiphersteller Intel hatte am Dienstag eine über den Analystenprognosen liegende Steigerung des Quartalsgewinns bekannt gegeben. Zugleich hatte das Unternehmen allerdings seine Investitionspläne für das laufende Jahr unerwartet deutlich zurückgeschraubt.
