Treuhänder Thoma entging Absägung
Nach dem Vorstoß von Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid, Helmut Thoma als Treuhänder abzusägen, wächst die Sorge um die Zukunft des angeschlagenen Mobilfunkunternehmens.
Aus an der Rettung des angeschlagenen Unternehmens beteiligten Interessengruppen erfuhr Reuters am Freitag, die deutsche Bundesregierung habe nachdrücklich darauf hingewiesen, dass der frühere RTL-Chef Helmut Thoma Treuhänder für die Schmid-Aktien und die seiner Frau bleiben müsse.
Den Aufsichtsrat müsse künftig dessen Mitglied Dieter Vogel führen, da der Ex-Thyssen-Chef schließlich die Verträge mitausgehandelt habe. Schmid hat wegen Differenzen über die künftige Unternehmensstrategie Vorbehalte gegen Thoma und Vogel wie auch gegen seinen Nachfolger Thorsten Grenz.
"Wir gehen davon aus, dass der alte Treuhändervertrag weiter gilt", sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Berlin. "Wir haben uns auf einen Treuhänder geeinigt, und der heißt Helmut Thoma."
Sanierungsplan für Mobilcom gefährdetInsolvenz oder Sanierungsplan
France Telecom, die Gläubigerbanken des Unternehmens und Schmid hatten sich im November 2002 auf einen Rettungsplan für Mobilcom geeinigt. Dieser sieht vor, dass der französische Staatskonzern mehr als sieben Milliarden Euro Schulden von Mobilcom übernimmt.
Bei neuen Vorbehalten bei France Telekom und dem Ausbleiben der Zustimmung stünde Mobilcom mit gut 5.000 Beschäftigten unmittelbar vor der Insolvenz. Nach dem Sanierungsplan könnten gut 3.000 Jobs gerettet werden
