19.12.2002

WETTBEWERB

Bildquelle: fuZo

EU-Entscheid zu MS fällt Anfang 2003

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will seine Untersuchung zu einem mutmaßlichen Marktmissbrauch von Microsoft in den kommenden Monaten abschließen.

Es sei "realistisch, eine endgültige Bewertung in der ersten Hälfte des kommenden Jahres zu erwarten", so Monti.

Missbrauch der Marktmacht

Monti machte erneut deutlich, dass die Fälle in den USA und Europa "faktisch und rechtlich" unterschiedlich gelagert seien. Die Kommission könnte daher von der US-Regierung "verschiedene Änderungen in gewissen Bereichen" verlangen, erklärte Monti.

Die EU-Wettbewerbshüter gehen seit Jahren vor allem dem Vorwurf nach, Microsoft missbrauche seine Marktmacht bei Betriebssystemen.

Sollten sie zu diesem Ergebnis kommen, droht dem Konzern eine Geldbuße sowie eine stärkere Öffnung von Quellcodes, um anderen Herstellern den Zugang zu Windows zu ermöglichen.

Auch auf neueren Märkten, wie etwa bei Handcomputern und Mobiltelefonen, könnten Microsoft Beschränkungen drohen, wie Monti angedeutet hat.