EU-Entscheid zu MS fällt Anfang 2003
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will seine Untersuchung zu einem mutmaßlichen Marktmissbrauch von Microsoft in den kommenden Monaten abschließen.
Es sei "realistisch, eine endgültige Bewertung in der ersten Hälfte des kommenden Jahres zu erwarten", so Monti.
Der US-Softwarekonzern war im vergangenen Monat nach mehr als vierjährigem Prozess aus einer ähnlichen Untersuchung in den USA weitgehend unbeschadet hervorgegangen.
Richterin stimmt Microsoft-Kompromiss zuMissbrauch der Marktmacht
Monti machte erneut deutlich, dass die Fälle in den USA und Europa "faktisch und rechtlich" unterschiedlich gelagert seien. Die Kommission könnte daher von der US-Regierung "verschiedene Änderungen in gewissen Bereichen" verlangen, erklärte Monti.
Die EU-Wettbewerbshüter gehen seit Jahren vor allem dem Vorwurf nach, Microsoft missbrauche seine Marktmacht bei Betriebssystemen.
Sollten sie zu diesem Ergebnis kommen, droht dem Konzern eine Geldbuße sowie eine stärkere Öffnung von Quellcodes, um anderen Herstellern den Zugang zu Windows zu ermöglichen.
Auch auf neueren Märkten, wie etwa bei Handcomputern und Mobiltelefonen, könnten Microsoft Beschränkungen drohen, wie Monti angedeutet hat.
EU-Mitarbeiter wechselt zu Microsoft
Zuletzt wurde bei dem Wechsel eines hochrangigen Mitarbeiters der
Europäische Kommission zu Microsoft Kritik laut. Der Deutsche Detlef
Eckert war seit 1996 Leiter der Grundsatzabteilung in der
EU-Generaldirektion für Informationsgesellschaft. Die Kommission
untersucht die Personalie derzeit genauer.
Hochrangiger EU-Mitarbeiter geht zu MS
