ISPA fordert staatliche ADSL-Förderung
Die Forderung der Telekom Austria [TA] nach Staatszuschüssen oder steuerlichen Begünstigungen für den weiteren Ausbau von Breitband-Internet wurde heute vom Verband der Internet-Service-Provider Österreichs [ISPA] unterstützt.
Breitbandzugänge zu günstigen Preisen für alle Haushalte stellten sicher, dass Österreichs Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnen könne, sagte Kurt Einzinger, Generalsekretär der ISPA. Gleichzeitig müsse aber sichergestellt sein, dass diese Infrastruktur allen Diensteanbietern zu gleichen Konditionen zur Verfügung stehe.
So wie der Straßenbau im öffentlichen Interesse liege und die Straßen von allen Transporteuren zu gleichen Bedingungen befahren werden können, müsste auch Breitbandzugang öffentlich gefördert und von allen Betreibern zu gleichen Bedingungen genutzt werden können.
Die Forderungen der TelekomNochzustand Spitzenfeld
Mit einer "Penetrationsrate" von zwölf Prozent [sieben Prozent Kabelmodem fünf ADSL] und mehr als einem Drittel aller Klein- und Mittelbetriebe mit Breitbandzugang liege Österreich im europäischen Spitzenfeld: knapp hinter Dänemark [13,5 Prozent und der Schweiz 12,5 Prozent]; Schweden führt mit 19 Prozent Verbreitung das Euopa-Ranking an.
Was Österreichs gute Position betrifft, so hält man diese nicht nur seitens der Telekom für einen Nochzustand.
In den profitablen Bereichen mit guter Infrastruktur [Städte] wird ADSL bereits angeboten. Breitband zu Marktpreisen flächendeckend aufs Land zu bringen rechnet sich aber derzeit nicht. Das sagen auch die schärfsten Konkurrenten der Telekom im Bereich Breitband zu diesem Thema.
"Klare Verhältnisse"
Staatliche Förderungen hätten freilich nur dann Sinn, so
Einzinger abschließend, wenn seitens der Regierung endlich klare
Verhältnisse geschaffen würden. Das bedeute eine klare
organisatorische und gesellschaftsrechtliche Trennung der Telekom
Austria in einen Infrastrukturbetreiber, bei dem die staatlichen
Anteile und öffentliche Förderungen liegen, und einen
Dienstebetreiber, der zu gleichen Konditionen im Wettbewerb mit den
anderen steht. Nur so könnten faire Wettbewerbsbedingungen für die
Dienstebetreiber erreicht werden.
Im Oktober 2002 waren es noch elf Prozent
