DDR400 soll bereits 2003 Mainstream werden
Der DRAM-Marktführer Samsung hat bekannt gegeben, dass DDR-Speicher mit effektiv 400 MHz im nächsten Jahr zum Mainstream-Speicher werden sollen.
Das JEDEC-Gremium soll das Anfang Dezember bei einem Meeting auf Hawaii signalisiert haben.
Vorausgegangen war eine lange Diskussion in der Hardware-Branche. Durch den hohen Takt von real 200 MHz erschien vielen Entwicklern DDR400 als zu schwer realisierbar, mit zu hohem Strombedarf geplagt und vor allem als nicht schnell genug.
Neue Intel-Chipsätze mit DDR400-Unterstützung
Durch Intels jüngst bekannt gewordene Pläne, DDR400 mit den neuen
Chipsätzen "Springdale" und "Canterwood" nun doch zu unterstützen,
ist nun Bewegung in die Diskussion gekommen.
Intel soll ins DRAM-Business einsteigenSamsung liefert bereits DDR400 aus
Samsung lieferte im November 2002 bereits zehn Millionen Chips für DDR333 und DDR400 aus. Diese schnellen Speicher sollen den Koreanern zufolge vor allem in Spiele-PCs und Rechnern von Direktassemblierern gelandet sein. Wie hoch dabei aber der Anteil der DDR400-DRAMs war, gab das Unternehmen nicht bekannt.
Samsungs Marketing-Vize für den Halbleiterbereich, Tom Quinn, zeigt sich erfreut: "Die DDR400-Standardisierung wird zusammen mit Intels jüngsten Ankündigungen, im nächsten Jahr einen DDR-400-Chipsatz vorzustellen, dafür sorgen, dass DDR400 im nächsten Jahr zum Mainstream-Produkt wird."
Von Samsung stammt auch der noch proprietäre DDR-II-Speicher für Nvidias GeForce FX. Er soll nach Angaben von Nvidia "zu 97 Prozent" einer kommenden JEDEC-Spezifikation für DDR-II entsprechen.
DDR400 ursprünglich erst 2004
Die bisherigen Pläne von Intel und Samsung-Konkurrent Micron
sehen für den nächsten echten Technologiesprung bei DRAMs frühestens
Ende 2003 als Termin.
Speicherstandard DDR-II erst 2004
