05.12.2002

SICHERHEIT

Bildquelle: ORF.at

Österreich ist DNA-Datenbank-Pionier

Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] würdigte heute bei einer Pressekonferenz die heimische DNA-Datenbank anlässlich ihres fünften Geburtstages.

Die Inbetriebnahme der Datenbank vor fünf Jahren habe die Arbeit der Exekutive demnach "revolutioniert": "Es war von Anfang an eine Erfolgsstory", so Strasser. Die Methode sei "effizient, genau und schnell", sagte der Ressortchef.

Der genetische Fingerabdruck sei inzwischen eines der wichtigsten Ermittlungswerkzeuge der Beamten. Inzwischen verfügt Österreich nach Großbritannien und Deutschland über die drittgrößte derartige Datenbank.

Österreich ist Pionier

Österreich zähle beim Einsatz der neuen Ermittlungsmethodik zu den Pionierländern in Europa, sagte Strasser weiter.

Die DNA-Datenbank werde, so Strasser, weiter ausgebaut und die Methodik mit neuen Analysetools verfeinert. Auch die Zahl der gespeicherten Spuren - derzeit sind es etwa 50.000 - soll weiter gesteigert werden.

Und nicht zuletzt sei eine weitere internationale Vernetzung geplant. "Das geht allerdings sehr träge vor sich", schränkte der Vorstand des Innsbrucker Instituts für Gerichtliche Medizin, Richard Scheithauer, ein.

Wer gespeichert wird

Laut dem Innenmisterium erfolgt die Aufnahme von Personen in die Datenbank bei bestimmten schweren Straftaten [vor allem Gewaltdelikten], bei psychisch auffälligen Straftätern und bei Serientätern.

Dazu sind auch alle Insassen von Strafanstalten in der DNA-Datenbank erfasst, hier gehört eine Probe inzwischen zum Standard der erkennungsdienstlichen Behandlung.

Bei Serienstraftätern, die "nur" leichte Straftaten wie Einbruchdiebstähle begangen haben, geht das Ministerium dabei von einer deutlich abschreckenden, präventiven Wirkung aus.

Alle Einträge werden erst mit dem Erreichen des 80. Lebensjahres der entsprechenden Person gelöscht.