Mobilkom muss Werbung einstellen
Der Mobillfunkbetreiber Mobilkom Austria muss die seit Anfang November laufende Werbung zur diesjährigen Weihnachtsaktion einstellen.
Der Mitbewerber One hat beim Handelsgericht Wien am Dienstag in erster Instanz eine entsprechende einstweilige Verfügung erreicht.
Die Begründung: Dem potenziellen Verbraucher werden mit der Aussage "Weihnachten mit A1: ein ganzer Monat geschenkt" vorsätzlich falsche und geschönte Geschäftsbedingungen suggeriert, so One am Dienstagabend in einer Aussendung.
Dem Verbraucher werde fälschlicherweise der Eindruck vermittelt, dass nach einer Erstanmeldung - mit zwölfmonatiger Bindungsdauer - einen kompletten Monat gratis in alle Netze telefoniert werden könne.
Der heute neu gewählte Präsident der alternativen Telekom-Netzbetreiber [VAT], UTA-Vorstand Romed Karre, forderte anlässlich seiner Wahl einen eigenen Minister für den Bereich Telekom, IT und Innovationen. "Die für Österreich so wichtige Telekombranche steht vor entscheidenden Weichenstellungen. In dieser Situation können diese für den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich bedeutenden Agenden nicht weiterhin nebenbei erledigt werden."
Alternative fordern Telekom-Minister"Irreführung und Bauernfängerei"
Laut One erweise sich das Angebot bei näherer Betrachtung jedoch als eine "aktive Irreführung der Konsumenten und Bauernfängerei".
Tatsächlich werde erst nach einem Zeitraum von sechs Monaten nachträglich auf einen Durchschnittswert der vorangegangenen Rechnungen eine aliquote Gutschrift sowie eine einmalige Grundgebührenbefreiung gewährt.
"Wir haben diese Maßnahmen eingeleitet, da auch in Zeiten hart umkämpfter Märkte ein solches Geschäftsgebaren absolut inakzeptabel ist, und wir werden das Verfahren auch in Zukunft weiter verfolgen¿ so One-CEO Jorgen Bang-Jensen.
