Computerpanne verhindert Ariane-Start
Der erste Start der neuen Ariane-5-Rakete ist wegen einer Computerpanne gescheitert.
Wenige Sekunden vor dem Ende des Countdowns brach der Startvorgang für die bisher stärkste zivile Trägerrakete der Welt in der Nacht zum Freitag am Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab.
Ein neuer Termin für den Jungfernflug der mit zwei Satelliten bestückten Ariane 5 solle Anfang kommender Woche bekannt gegeben werden, kündigte der Chef der Betreiberfirma Arianespace, Jean-Yves Le Gall, an.
Startcomputer mit Panne
Die Softwarepanne trat den Angaben von Le Gall zufolge bei dem
Startcomputer im Rechenzentrum auf, nicht etwa beim Bordrechner.
Sieben Minuten vor dem geplanten Start hatte der Computer das
Kommando für die gleichgeschaltete Startprozedur übernommen.
Die Ariane-5-RaketeCountdown bei drei gestoppt
Der Start wurde automatisch erst drei Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt gestoppt, nachdem der Bordcomputer nicht rechtzeitig das Signal zum Start des Raketenmotors, der Kühlsysteme und der Versorgungsarme für die obere Raketenstufe bekommen hatte.
Die neue Ariane 5 als stärkste zivile Trägerrakete der Welt kann Nutzlasten von bis zu zehn Tonnen ins All befördern. Damit will Arianespace die wachsende Konkurrenz der US-Firmen Boeing und Lockheed Martin bei den kommerziellen Raketenstarts abwehren.
Auf ihrem mit Spannung erwarteten ersten Flug soll die verstärkte Ariane 5 den Fernseh- und Multimedia-Satelliten Hot Bird tm7 sowie den Forschungssatelliten Stentor rund 36.000 Kilometer hoch über die Erde bringen. Der neue Oberstufen-Raketenmotor wurde beim Raumfahrtkonzern Astrium in Tieftemperatur-Technik gebaut und hat doppelt so viel Schubkraft wie bei den bisher stärksten Ariane-Trägerraketen.
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