UCP strebt schwarze Zahlen an
Montagvormittag hat Christian Lutz, Chef der UCP AG, die neue Marke für das Geschäftskundensegment vorgestellt und positive Erwartungen für die Zukunft seines Unternehmens dargelegt.
Neben den Endkundenmarken sms.at [Sitz in Graz] und uboot.com [Wien] gibt es ab sofort "ucp morgen". Diese neue Lösungstochter wurde aus der Holding [Sitz in Lugano], die nun auf reine Holdingaufgaben beschränkt wird, ausgelöst und firmiert in Wien. Die Softwareentwicklung sitzt in Lauterach, Sales Offices gibt es in Berlin, London, Lugano und Santa Barbara.
Aus den USA wird auch schon der erste Erfolg gemeldet. Ein Handyhersteller wird mit MMS-Software für Handsets beliefert werden. Wer das ist, wird erst gegen Jahresende bekannt gegeben werden.
Produkte für Netzbetreiber
Das "Herzprodukt" von ucp morgen ist eine Multimedia-Plattform,
die diverse Übertragungstechniken und Endgeräte unterstützt. Daneben
wird mit "Mobile TIX" beispielsweise ein Ticketing-Service
angeboten. Auch das kurz vor dem Launch stehende Portal der
T-Mobile-Consumer-Services ist ein Produkt von ucp morgen.
Die neue TochterCashcow sms.at, Wachstum im Ausland
Für das laufende Jahr erwartet ucp einen Umsatz von 12,5 Millionen Euro [2001 knapp unter acht Millionen], wovon 45 Prozent im Ausland erwirtschaftet werden. Dieser Anteil soll nächstes Jahr auf etwa 60 Prozent erhöht werden, da dort das Hauptwachstum liegen werde. Für 2003 wird auch erstmals ein positives EBIT [Gewinn vor Zinsen und Steuern] der UCP AG erwartet.
Im vergangenen Oktober haben erstmals alle drei Töchter [sms.at, uboot.com und ucp morgen] ein positives EBT [Gewinn vor Steuern] von 230.000 Euro erreicht. Zum Umsatz trägt jede der drei Töchter etwa ein Drittel bei, am profitabelsten ist sms.at.
Neben den USA, wo ucp den verschiedenen Diensten wie SMS und Klingeltöne ein hohes Wachstum prophezeit, orientiert sich das Unternehmen auch nach Süd- und Osteuropa. In Kroatien und Bulgarien hat man bereits Kunden gewonnen, in Polen, Ungarn, Slowenien und der Ukraine sind Projekte am Laufen.
Neuer Telekom-Chef begrüßt
Die ucp Holding sitzt aus steuerlichen Gründen im schweizerischen
Lugano und gehört zu 47,9 Prozent T-Mobile International. 10,7
Prozent hält der Venture-Capitalist march15, fünf Prozent
Mitarbeiter. Die restlichen 36,4 Prozent der Anteile haben das
Management und die Gründer - "was aber nicht so bleiben muss",
meinte Mitgründer und CEO Christian Lutz. Dass der bisherige
T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke der neue Chef des Mutterkonzerns
Deutsche Telekom geworden sei, habe man bei ucp "mit sehr großer
Freude wahrgenommen".
Viel Wind um keine Reform bei DT
