Kompromiss bei Bilanzeid für EU-Firmen
Zwischen der Europäischen Union und der US-Börsenaufsicht SEC scheint sich ein Kompromiss anzubahnen.
Die US-Börsenaufsicht will den Streit mit der EU über verschärfte Vorschriften für börsennotierte Unternehmen "gütlich" beilegen.
Die Finanzbehörde will "intelligente und kreative Lösungen" suchen, um die europäischen Bedenken zu zerstreuen, so SEC-Chef Harvey Pitt am Donnerstag nach einem Treffen mit EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein in Brüssel.
Die von der EU und weiteren Staaten vorgebrachten Vorbehalte würden eine sorgfältige Überprüfung verdienen, meinte Pitt.
US-Chefs müssen Bilanzen beglaubigenAuch Zweitnotierungen betroffen
Die USA hatten nach den zahlreichen Bilanzskandalen im Juli ein Gestz verabschiedet, das von börsennotierten Unternehmen im In- und Ausland eidesstattliche Erklärungen der Vorstände über die Richtigkeit der Firmenbücher verlangt.
Dieses so genannte Sarbanes-Oxley-Gesetz verpflichtet insgesamt 942 Konzerne, einen Eid auf ihre Bilanzen zu leisten.
Die Kritik der EU und anderer Staaten bezieht sich auf die Regelung, dass dieses Gesetz auch für EU-Unternehmen gilt, selbst wenn sie an den US-Börsen nur eine Zweitnotierung haben.
US-Börsenregeln auch für Auslandsfirmen
