MSN 8.0 startet am 24. Oktober
Mit MSN 8.0 tritt Microsoft ab dem 24. Oktober vor allem gegen AOL an. Schon jetzt gibt ein Verkehrsschild auf dem Microsoft-Firmengelände die Marschrichtung vor: Aus STOP wurde mit drei Klebebuchstaben die Parole "STOP AOL".
Mit dem neuen Software- und Servicepaket MSN 8.0 will Microsoft näher an die Konkurrenz herankommen. Allerdings plant auch der Online-Service des Mediengiganten AOL Time Warner, im Oktober die Versions-Nummer acht seiner Software zu veröffentlichen.
Vorläufig hinkt MSN mit 8,7 Millionen Abonnenten hinter Marktführer AOL mit 34 Millionen zahlenden Kunden her.
MSN kommt auch für Mac
Ab 2003 will Microsoft seinen gebührenpflichtigen MSN-Service mit
Internetzugang in den USA auch Mac-Usern öffnen. Bisher war der
Dienst nur Benutzern von Windows-Systemen zugänglich.
Ein bisschen MSN für Mac-UserNeuerungen in MSN 8.0
MSN 8.0 bietet Features zur Fotobearbeitung und zum elektronischen Bezahlen. Neu ist auch der Zugang zum Microsoft-Nachschlagewerk "Encarta". Für diese Angebote musste bisher separat bezahlt werden.
In früheren MSN-Versionen waren nur Komponenten wie E-Mail [Hotmail] und Instant Messaging inkludiert. Diese Services konnten jedoch auch von Websurfern genutzt werden, die nur die MSN-Software nutzten, aber ihre Monatsgebühren bei einem anderen Provider entrichteten.
Mit diesem kostenlosen Service für Fremdnutzer ist nun Schluss. Eine Gebühr für die Nutzung von MSN 8.0 soll in Zukunft dann erhoben werden, wenn Websurfer die MSN-Software nutzen, ohne gleichzeitig Abonnenten beim Online-Service MSN zu sein. Man rechnet mit einer Höhe von 10 USD.
"TrueSwitch" für schnellen Wechsel von AOL zu MSN
Für AOL-Abtrünnige bietet Microsoft eigens einen Service namens
"TrueSwitch". Er hilft dabei, das persönliche Adressbuch sowie
abgelegte E-Mails von der AOL-Software auf das MSN-Programm zu
transferieren.
MSN versucht, AOL-Kunden zu keilenWeb- und Spamfilter
Microsoft hat weiters bewusst getestet, welche Angebote bei der wichtigsten Online-Konkurrenz besonders beliebt sind. Man habe sogar AOL-Kunden interviewt, gestand unlängst die für MSN zuständige Managerin Lisa Gurry der Tageszeitung "Seattle Times".
Von der Konkurrenz habe man zum Beispiel viel über den Einbau von Zugangskontrollen gelernt, mit denen Eltern das Websurfen ihrer Kinder regulieren können.
Besonders stolz ist Gurrys Team über einen Filter, mit dem lästige Spam-Mails herausgefiltert werden. Benutzer von MSN 8.0 können ihre Software so einstellen, dass sie nicht nur die Überschrift und den Absender, sondern auch den Inhalt der lästigen Werbesendungen automatisch überprüft.
