MSN versucht, AOL-Kunden zu keilen
Mit der nach eigenen Angaben bislang aggressivsten Kampagne versucht der Microsoft-Dienst MSN in den USA, Kunden von Konkurrent AOL abzuwerben. Für stressfreien Umstieg sorgen Tools, außerdem locken 50 USD Rabatt.
Anders als in Europa bietet Microsoft in den USA seinen MSN-Internet-Zugang zu monatlichen Gebühren an. Der Kampf um die Kundschaft ist dabei hart.
Microsoft behauptet unverblümt, dass viele AOL-Kunden mit dem Service unzufrieden seien und sich einen besseren Internet-Service wünschten. Den glaubt man mit MSN bieten zu können.
User misstrauen MSN, AOL und PassportEinfache Abwicklung
AOL-Mitgliedern, die sich mit Wechselgedanken tragen, hilft Microsoft mit einer neuen Tool-Sammlung. In drei einfachen Schritten soll sich damit der Inhalt von AOL-Mailbox, -Adressbuch und -Kalender in den MSN-Zugang integrieren lassen.
An die im Adressbuch gespeicherten E.Mail-Adressen geht eine Mail, die vom Wechsel informiert. Microsoft bietet optional an, dass alle Mails, die an die alte AOL-Adresse gehen, beim neuen MSN-Account landen.
Die Formalitäten der Kündigung erleichtert MSN mit Standard-Fax-Formularen. Entschließt sich ein AOL-Benutzer zu wechseln und unterschreibt dann für drei Monate bei MSN, bekommt er bis zu 50 USD zurückgezahlt. Microsoft will die Umstiegs-Kampagne in den USA mit 10 Millionen USD bewerben.
