Neuer Finanzchef der Telekom Austria
Stefano Colombo tritt nach sechs Jahren ab
Die Telekom Austria [TA] braucht einen neuen Finanzchef, da der im April 2007 auslaufende Vertrag von TA-Finanzvorstand Stefano Colombo wie erwartet nicht verlängert wird.
"Im Aufsichtsrat wurde heute der Beschluss gefasst, im Sinne der Kontinuität umgehend mit der Nachfolgersuche zu beginnen", sagte eine ÖIAG-Sprecherin im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung am Dienstag.
"Neue Herausforderungen"
Colombo habe erklärt, sein per 10. April 2007 auslaufendes Mandat nicht zu verlängern, da er beabsichtige, "neue Herausforderungen anzunehmen", hieß es in einer Mitteilung der TA.
TA-Aufsichtsratspräsident und ÖIAG-Chef Peter Michaelis streute zum Abschied Rosen.
Gemeinsam mit dem Managementteam habe Colombo zur Entwicklung der TA "zu einem bedeutenden mitteleuropäischen Player und attraktiven Börsenwert beigetragen".
Jahrelange Ablösegerüchte
Um Colombo ranken sich bereits seit Jahren Ablösegerüchte, u. a. soll er mit seiner Unternehmenspolitik bei den österreichischen Banken in Ungnade gefallen sein. Bereits im Oktober 2004 galt seine Wiederbestellung für weitere zwei Jahre als große Überraschung.
Damals soll sich Ex-TA-General Heinz Sundt für den gebürtigen Italiener stark gemacht haben, der im April 2000 auf dem Ticket des damaligen Sperrminortätsaktionärs Telecom Italia ins Management der TA bestellt worden war. Die Telecom Italia hatte sich aus der TA stufenweise zurückgezogen und im Jänner 2004 ihren letzten knapp 15-prozentigen Anteil an der TA verkauft.
Nachfolgekandidaten
Colombo begann 1986 seine Tätigkeit bei der Mediobanca, 1994 wurde er Finanzvorstand bei Olivetti Telemedia. Von 1996 bis 1999 war Colombo Geschäftsführer von Carrera Optyl in Linz
Als Nachfolgekandidaten für Colombo wurden bis jetzt der derzeitige Finanzvorstand der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile International in Bonn, Thomas Winkler, sowie Raiffeisen-Investmentbanker Gerhard Grund gehandelt.
(apa)
