TA geht auch in der Slowakei leer aus

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02.08.2006

Die Telekom-Tochter mobilkom austria ist am Mittwoch bei der Versteigerung der dritten slowakischen Handylizenz leer ausgegangen - zugunsten der spanischen Telefonica.

Die Südosteuropa-Expansion der Telekom-Austria-Tochter mobilkom austria scheint derzeit unter keinem guten Stern zu stehen.

Nach der Niederlage im Bieterrennen um die serbische Mobi63 vor zwei Tagen geht die mobilkom nun auch in der Slowakei leer aus: Bei der Ausschreibung der dritten Mobilfunk-Lizenz in der Slowakei unterlagen die Österreicher am Mittwoch dem spanischen Mitbewerber Telefonica.

Die Mobi63-Schlappe

Der TA bleibt durch den gescheiterten Erwerb der serbischen Mobi63 für längere Zeit ein Loch im Netz zwischen Kroatien und Bulgarien. Eine zweite Möglichkeit, es zu schließen, gibt es in absehbarer Zeit nicht.

Zweitbestes Angebot

Bei der Ausschreibung habe die mobilkom austria nur das zweitbeste Angebot gelegt, sagte ein Sprecher der slowakischen Telekommunikationsbehörde laut einem Bericht der tschechischen Nachrichtenagentur CTK.

Dritter im Bieterverfahren wurde das tschechisch-slowakische Konsortium "B Four".

Fokus auf Wettbewerbsankurbelung

Ausschlaggebend sei dabei nicht der Kaufpreis gewesen, sondern die von der slowakischen Regierung gewünschte Erhöhung des Wettbewerbs auf dem Mobilfunkmarkt, meldete der slowakische Rundfunk.

Die Spanier sollen nach noch unbestätigten Medienberichten mit 150 Mio. Kronen [3,94 Mio. Euro] das niedrigste Angebot gelegt haben.

Lizenzerteilung in vier Wochen

"Der Gewinner des Tenders wird von der Telekommunikationsbehörde innerhalb von vier Wochen die Entscheidung über die Erteilung der Lizenzen für die GSM-Frequenzen 900 und 1800 sowie für UMTS und den Frequenzbereich FS 29 GHz erhalten", sagte ein Sprecher der Behörde.

Derzeit zwei Mobilfunker aktiv

Derzeit gibt es in der Slowakei zwei Mobilfunkbetreiber: Orange Slovensko [France Telecom] mit 2,5 Millionen Kunden und T-Mobile Slovensko mit 2,2 Millionen Kunden.

Die Slowakei hat bereits zwei Mal erfolglos eine dritte Mobilfunklizenz ausgeschrieben. Die erste Ausschreibung wurde Ende der 90er Jahre annulliert, die zweite im Jahr 2002 scheiterte, weil der damalige Gewinner die vereinbarte Lizenzgebühr nicht aufbringen konnte.

(APA)