Telefonnetz wird trockengelegt
Die Telekom Austria hat am Donnerstag eine vorläufige Bilanz über die Hochwasserschäden am Telefonnetz vorgelegt.
Demnach waren anfangs rund 20.000 Anschlüsse in sechs Bundesländern ausgefallen, einige Tausend sind es noch. 85 Prozent von diesen sollen innerhalb der nächsten zwei Wochen wieder funktionieren.
"Es wird mit Hochdruck gearbeitet, aber bis wirklich alle Schäden behoben sind, kann es noch einige Wochen dauern, wir bitten unsere betroffenen Kunden um Verständnis", erklärte die Marketingleiterin von Oberösterreich, Andrea Koscher. Der Sachschaden könne noch nicht beziffert werden.
Auch Mobilfunk gestört
Von den Problemen im Telefon-Festnetz war indirekt auch der
Mobilfunkverkehr betroffen. Bei der Mobilkom war zeitweilig eine
Hauptverbindungsstelle wegen Überlastung des Netzes ausgefallen.
Hochwasser zerstört Mobil- und FestnetzTA-Mitarbeiter als Actionhelden
Hochwasserschäden bei der Telekom werden aus Niederösterreich, Salzburg, Kärnten, der Steiermark und sogar aus Wien gemeldet. Am schwersten betroffen waren aber die Telefonverbindungen in Oberösterreich, hier waren allein 16.000 Anschlüsse vorübergehend gestört.
Beispielsweise hat im Raum Schwertberg der über die Ufer getretene Aistfluss tief in der Erde eingegrabene Kupferdrahtkabel und Lichtwellenleiter auf einer Länge von rund einem Kilometer geradezu in Stücke zerfetzt.
Telekom-Mitarbeiter haben sich noch während des Hochwassers in den Nachtstunden über einen steilen, bewaldeten Hang in das Aist-Tal abseilen lassen, ein Ersatzkabel angeschlossen und provisorisch an Bäumen aufgehängt, um die Verbindung wiederherzustellen.
In Österreichs Mobilfunknetzen hat sich die Lage nach dem Hochwasser schon Ende letzter Woche wieder normalisiert.
Situation in Handynetzen normalisiert sichRechner gerettet
Auch die überfluteten Vermittlungsstellen sind inzwischen wiederhergestellt. Telekom-Mitarbeiter leisteten dort Nachtwachen, um die Pumpen zu bedienen, die das Wasser von den gefährdeten Vermittlungscomputern fernhalten sollten.
Wo dies nicht gelang, räumten sie die Geräte auf immer höhere Palettentürme hinauf, um sie vor dem Wasser zu retten.
Beschädigt wurden allerdings zahlreiche Hauptverteilerkästen, in denen bis zu mehrere Hundert Anschlüsse zusammenlaufen. Diese werden derzeit durch neue ersetzt. Auch an der Wiederherstellung der Verbindungen zu den einzelnen Teilnehmern wird gearbeitet.
Für die aufwendigen Anschlussarbeiten wurde Personal aus allen Bundesländern zusammengezogen. In Oberösterreich sind rund 300 Telekom-Mitarbeiter im Einsatz, Verstärkung kam hier aus Kärnten und Tirol.
