13.08.2002

FLUTWELLE

Bildquelle: APA

Hochwasser zerstört Mobil- und Festnetz

Das Hochwasser hat auch die Kommunikationsnetze Österreichs in Mitleidenschaft gezogen.

In Oberösterreich und Niederösterreich ist das Telefonieren im Festnetz in den am schwersten betroffenen Gemeinden derzeit nicht möglich.

Immer wieder werden Wählämter überschwemmt und fallen aus, andererseits reißen Kabelnetze und unterbrechen die Verbindungen. Die Telekom Austria versucht zu reparieren, was zu reparieren ist, das ist derzeit aber nur beschränkt möglich, weil man nicht an die betroffenen Wählämter herankommt.

Die zerstörten Brücken haben auch die Leitungen, die typischerweise an ihnen entlanglaufen, mitgerissen.

Lokale Sendestellen fallen aus

Zusätzlich kommt es zu Ausfällen von lokalen Sendestellen infolge von Überflutung oder Stromausfällen - in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, aber auch in Wien [tw. 12. Bezirk]. Gmünd, Krems, Klosterneuburg und Melk sowie Linz, Kremsmünster und Steyr sind am stärksten betroffen.

Auch das Handynetz von T-Mobile ist in Linz, Steyr, Ybbs, Salzburg und Umgebung beeinträchtigt, man hat zwei mobile Funkstationen eingesetzt.

"Derzeit gibt es drei Ausfallsgründe: Entweder ist die Technik geflutet, die Festnetzleitung unterbrochen oder aber die Elektrizität abgeschalten", so T-Mobile-Sprecher Franz Hartl im Gespräch mit der futureZone.

One arbeitet via Richtfunk

One meldet punktuelle Ausfälle [größere Probleme gibt es nur in Langenlois], da man zu 80 Prozent über Richtfunk arbeite und deshalb nicht von den Ausfällen der Wählämter betroffen sei. Tele.ring wiederum kann auf eigenes Festnetz von Verbund und ÖBB zurückgreifen, ist in den Krisenregionen aber vor allem von Stromausfällen betroffen. "Unsere Ausfälle konzentrieren sich um Krems und Gmünd; Salzburg und Steyr sind weniger betroffen", so Sprecher Sattlberger.

Die fuZo-Leser werden ersucht, ihnen bekannte Ausfallsgebiete im Forum zu notieren.