09.08.2002

WERT & LOS

Bildquelle: fuZo

Weitere Fehlbuchungen bei WorldCom

Die in Konkurs befindliche US- Telekommunikationsgesellschaft WorldCom hat weitere falsche Gewinnausweise in Höhe von 3,3 Milliarden USD [3,4 Milliarden Euro] für den Zeitraum 1999 bis zum ersten Quartal 2002 entdeckt.

Damit beträgt die gesamte Gewinnreduzierung für diesen Zeitraum 7,18 Milliarden USD, teilte der in einen monumentalen Buchführungsschwindel verwickelte Telekomriese mit.

SEC mit Zivilklage wegen Betrugs

Der Ex-Finanzchef Scott D. Sullivan und der ehemalige Leiter der Buchhaltung, David Myers, waren vor wenigen Tagen festgenommen und dann gegen eine hohe Kaution wieder freigelassen worden. Sie sollen mit ihren Buchführungstricks Verluste in fiktive Gewinne umgewandelt haben.

Die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC hat eine Zivilklage wegen Betrugs gegen WorldCom laufen. Der langjährige WorldCom-Chef Bernie Ebbers musste im Frühjahr auf Druck der Aktionäre und WorldCom-Gläubiger den Hut nehmen. Er schuldet WorldCom 408 Millionen USD.

Auch Ergebnisse 2000 werden korrigiert

WorldCom will seine Ergebnisse jetzt auch für das Jahr 2000 korrigieren. Zuvor hatte WorldCom nur eine Neufeststellung seiner Ergebnisse für das Jahr 2001 und das erste Quartal 2002 angekündigt.

Bis der neue Wirtschaftsprüfer KPMG LLP die Buchprüfungen für 2000, 2001 und 2002 durchgeführt habe, seien die Auswirkungen auf die früheren Finanzberichte nicht erkennbar. Man habe die Andersen LLP informiert. Andersen war bis Mai 2002 WorldCom-Wirtschaftsprüfer gewesen.