WorldCom verkauft Mobilfunk-Kunden
Der seit letzter Woche insolvente US-Telekomanbieter WorldCom hat seine Mobilfunkkunden an die Konkurrenz "verkauft".
Wie das Unternehmen heute mitteilte, wurden nun die entsprechenden Verträge mit AT&T Wireless, Verizon Wireless, Alltel und einem vierten Mobilfunkbetreiber, der nicht namentlich genannt werden wollte, unterzeichnet.
Insgesamt würden rund zwei Millionen ehemalige WorldCom-Kunden für einen "geringfügigen Betrag" zu anderen Mobilfunkprovidern wechseln. Cingular Wireless, das zweitgrößte US-Mobilfunkunternehmen sei in den Deal nicht beinvolviert, hieß es weiter.
Mit Ende September soll die WorldCom-Mobilfunksparte endgültig stillgelegt werden. Neben dem Kundentransfer wurden auch ein neuer Finanzchef und ein "Chief Restructuring Officer" ernannt.
Die Chronik der WorldCom-PleiteVor Insolvenz in die Wege geleitet
Die Mobilfunksparte erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund einer Milliarde USD. Durch die Schließung dieser Einheit erwartet sich WorldCom jährliche Einsparungen von 700 Millionen USD.
Der Verkaufsplan wurde bereits vor der Insolvenz von WorldCom geschmiedet, so dass die Pleite keine negativen Auswirkungen darauf habe.
