Aufblasbares Raumschiff im All
Testlauf für geplantes Weltraumhotel
Das aufblasbare Raumschiff "Genesis I" hat sich US-Hotel-Tycoon Robert Bigelow 75 Millionen US-Dollar [59,8 Mio. Euro] kosten lassen. Seit Mitte letzter Woche ist das "Luftschiff" im All und soll dort auf seine Weltraumtauglichkeit gestestet werden.
Zunächst wird ermittelt, wie gut "Genesis I" Strahlung und Kleinst-Meteoriten widerstehen kann. In weiterer Folge sollen Andocksysteme zwischen den aufblasbaren Komponenten von "Genesis I" und Raumkapseln erprobt werden.
Ziel: Aufblasbares Weltraumhotel
Verläuft der Test im All erfolgreich, ist der Weg für den Bau einer aufblasbaren Raumstation frei, die auch als Hotel und Forschungsstation genutzt werden könnte. Insgesamt stellt Bigelow für dieses ehrgeizige Projekt rund 500 Millionen Dollar [394 Mio. Euro] bereit.
Der US-Unternehmer Bigelow bietet zahlungskräftigen Kunden auch die Möglichkeit, private Gegenstände ins All fliegen zu lassen. Via Spacecams an Bord von "Genesis II" können Kunden dann sogar ihren Habseligkeiten beim Treiben durch den Weltraum zusehen.
Die Idee, persönliche Habseligkeiten oder Marketingartikel ins All zu schießen, ist nicht neu: Private Raumfluganbieter verleihen Gegenständen durch einen Kurztrip ins All einen ganz besonderen Wert.
(APA)
