TA operativ deutlich besser
Die Telekom Austria [TA] hat im ersten Quartal 2002 beim operativen Ergebnis deutlich zugelegt und liegt damit über den Erwartungen. Laut TA haben vor allem die Erfolge bei der Restrukturierung und ein nach wie vor dynamisches Geschäft im Mobilfunk zu diesem Ergebnis beigetragen.
Die TA hat per Ende März 2002 ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation [EBITDA] von 413,9 Millionen Euro erzielt. Das Betriebsergebnis [EBIT] lag bei 141 Millionen Euro. Der Konzernumsatz wurde von der TA am Dienstag mit 962,5 Millionen Euro angegeben.
Das Nettoergebnis - das Ergebnis nach Steuern - wurde für die Telekom Austria AG und Mobilkom Austria AG at equity mit 37,5 Millionen Euro angegeben.
Damit überrascht die TA deutlich positiv, denn Analysten waren zuvor von einem EBITDA-Rückgang ausgegangen:
CA IB: Umsatzminus und EBITDA-Stagnation für TADas EBITDA der Gruppe von 413,9 Millionen Euro und das EBIT von 141 enthalten nicht die Aufwände für freigestellte Mitarbeiter, die mit 9,7 Millionen Euro beziffert wurden. Das EBITDA und das EBIT inklusive der Aufwände für die freigestellten Mitarbeiter wurden mit 404,2 bzw. 131,3 Millionen Euro angegeben. Der Personalstand der Gruppe wurde mit Ende März 2002 mit 16.244 angegeben, das entspricht einer Reduktion um 1.875 Mitarbeiter im letzten Quartal.
Verschuldung reduziert
Laut TA ist auch die Nettoverschuldung schneller als zuvor reduziert worden. Sie sei im ersten Quartal um 327,3 Millionen Euro auf 2,95 Milliarden Euro zurückgeführt worden.
Die Nettoverschuldung zu Eigenkapital liegt jetzt bei 116,2 Prozent. Die beschleunigte Rückführung von Schulden ist neben der operativen Verbesserung auf den Verkauf von Forderungen zurückzuführen. Daraus sind bar 248,9 Millionen Euro an die TA geflossen.
Die TA hat außerdem ihren Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt: Man erwartet 2002 einen minimalen Anstieg des EBITDA gegenüber dem Vorjahr [2001: 1,47 Milliarden Euro] und eine weitere Verbesserung des Nettoergebnisses.
Vorbereitungen für zweiten TA-BörsengangMarktanteile schwinden langsamer
Im Festnetz-Bereich hat der Marktführer mit 55,1 [vor einem Jahr: 60,3] Prozent Marktanteil zwar weitere Anteile verloren. Die Geschwinigkeit, mit der die TA Marktanteile verliert, hat sich aber deutlich verringert.
Die Umsätze im Festnetz sind auf 512,6 Millionen Euro gesunken, das EBITA ist dabei mit 211,2 Millionen Euro stabil geblieben.
2001: TA operativ in den schwarzen ZahlenDynamische Auslandstöchter
Im Mobilfunkbereich hat die Mobilkom Austria den Umsatz auf 452,2 Millionen Euro erhöht und das EBITDA auf 188,2 Millionen Euro verbessert.
Im Mobilfunkgeschäft hat die Mobilkom die Kundenzahl auf 4,046 Millionen gesteigert. Das Wachstum wurde in erster Linie in Kroatien und Slowenien erzielt. In Österreich ist die Mobilkom mit 42,6 Prozent Marktführer.
TA kauft Mobilkom-Anteil im Juni zurückJet2Web wird reintegriert
Einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichneten die Datakom und die Internet-Tochter Jet2Web. In der Datenkommunikation seien die Umsätze auf 77,3 Millionen Euro gestiegen, das EBITDA habe sich auf 16,1 Millionen Euro verbessert.
Jet2Web weist nach Angaben der TA einen Umsatz von 28,5 Millionen Euro aus. Das EBITDA habe sich dabei auf minus 1,6 Millionen Euro verbessert. Jet2Web hat die Kundenzahl auf 725.000 mehr als verdoppelt.
Die Datakom und Jet2Web werden rückwirkend mit 1. Jänner 2002 wieder mit der Mutter Telekom Austria AG verschmolzen.
Jet2Web kehrt zurück in den Mutterleib
