Angeblich bald zweiter TA-Börsengang
Die Telekom Austria soll angeblich bereits in den kommenden Monaten ein zweites Mal an die Börse gehen.
Wie die "Presse" berichtet, soll nach dem demnächst geplanten Rückkauf der Telecom-Italia-Sperrminorität [25 Prozent plus eine Aktie] an der Mobilkom durch die TA schon im Sommer ein weiterer Börseschritt der TA erfolgen. Darauf hätten sich ÖIAG, Telecom Italia, die TA-Führung sowie Finanzminister Karl-Heinz Grasser [FPÖ] nun geeinigt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.
Bei der neuerlichen Emission [Secondary Public Offering] sollen weitere zehn bis 15 Prozent der TA an die Börse gebracht werden. Gespeist werden soll die Emmission demnach aus den Telekom Austria-Anteilen der TI.
Im Moment befinden sich 22,4 Prozent der Telekom Austria-Anteile im Streubesitz. Die Telecom Italia hält an der TA derzeit insgesamt 29,8 Prozent. Der Rest - 47,8 Prozent - steht nach wie vor im Besitz der ÖIAG. Laut Regierungsübereinkommen soll Staatsholding die TA noch in dieser Legislaturperiode vollprivatisieren. ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis hatte allerdings erst zuletzt eine Verzögerung bis in die nächste Legislaturperiode nicht ausgeschlossen.
Zweiter TA-Börsengang möglichGewöhnlich gut informierte Kreise
Der genaue Zeitpunkt für das Secondary Offering wird laut "Presse" vom internationalen Börseklima abhängig gemacht. Bereits am 28. Mai soll das Konzept aber vom TA-Aufsichtsrat abgesegnet werden. Am 12. Juni bei der Hauptversammlung sollen auch die TA-Aktionäre grünes Licht geben.
Auch der "Standard" berichtet ein Zehn-Prozent-Pakete der Italiener an institutionelle Investoren oder über die Börse verkauft werden könnte.
Der Rückkauf der TI-Anteile an der Mobilkom durch die TA wird demnach hingegen bereits intensiv vorangetrieben: Die TA soll bereits an der "Reintegration" der Mobilkom in die Gruppe arbeiten. Erster Schritt dürfte sein, dass A1-Chef Boris Nemsic als Chief Operating Officer [COO] für den Mobilfunk in den TA-Vorstand einzieht, so die Zeitung.
