Angeblich zweiter TA-Börsengang
Die seit November 2000 börsennotierte Telekom Austria könnte Medienberichten zufolge über ein "secondary offering" weiter privatisiert werden.
Die österreichische Staatsholding ÖIAG plane, weitere Aktien der TA an der Wiener Börse zu platzieren, dabei könnte es sich Informationen aus Finanzkreisen zufolge um den 29,8-prozentigen Anteil der Telecom Italia an der TA handeln, berichtet die "Financial Times Deutschland".
Der Chef des italienischen Mobilfunkbetreibers TIM [Telecom Italia Mobile], Marco de Benedetti, hat erst gestern offiziell bestätigt, dass alle Anteile an der Mobilkom komplett an die Telekom Austria zurückverkauft werden.
Grünes Licht für Mobilkom-KaufEine gute Lösung
Die ÖIAG sei entschlossen, die weitere Privatisierung der TA über ein "secondary offering" an der Börse durchzuführen, berichtet auch das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner aktuellen Ausgabe.
"Es stimmt, dass ein 'secondary offering' höchste Priorität hat. Das wäre eine gute Lösung. Wir arbeiten darauf hin, denken aber auch in Alternativen", zitiert das Magazin ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis.
Kein Druck
Laut Regierungsübereinkommen soll sich der Staat bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst 2003 zu 100 Prozent von den Anteilen der TA trennen.
Finanzminister Karl-Heinz Grasser [FPÖ] hatte jedoch erst heute vor Journalisten betont, "bei der Telekom-Privatisierung mit Rücksicht auf die Börse und den Kapitalmarkt keinen Druck auszuüben". Nur im "bestmöglichen Fall" werde das Privatisierungsziel Telekom heuer erfüllt.
