01.05.2002

RIP

Bildquelle: jpg

Rettungsversuche für Elsa gescheitert

Elsa schließt nach hektischen Rettungsversuchen in den vergangenen Tagen nun definitiv seine Pforten. 340 Beschäftigte im Raum Aachen sind davon betroffen.

Die Banken zogen im Februar ihre Kreditlinien kurzfristig zurück, woraufhin der Vorstand einen Insolvenzantrag stellte. Am 24. April kündigte der Insolvenzverwalter Thomas Georg das Aus des Unternehmens für 1.Mai an.

Banken in der Kritik

Zuletzt gerieten sowohl Insolvenzverwalter als auch Banken ins Schussfeld der Kritik: Sie hätten eine Rettung in letzter Minute durch einen bereits in Gründung befindlichen Investorenpool verhindert, erklärte der Elsa-Vorstand im Rahmen einer Aussendung.

Der zweite Insolvenzantrag der Dresdner Bank habe offensichtlich dem Ziel gedient, die Wirkung einer bis 1. Mai noch möglichen Rücknahme des Insolvenzantrages auf jeden Fall zu unterlaufen, heißt es weiter.

Die Europa-Rechtsexpertin Gudrun Seidl erhob in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe: "Großbanken treiben Unternehmen durch Kündigung ihrer Kreditlinien in die Insolvenz, um diese letztlich selbst "preisgünstig" zu übernehmen und dann auch selbst die EU-Subventionen kassieren zu können", meinte sie.

Seidl, die das juristisch-politische Info-Magazin cenjur betreibt, hatte das EU-Parlament in der Causa Elsa eingeschaltet und erfahren, dass für die Elsa AG aufgrund deren "Besonderheit in Europa" Subventionen gezahlt worden wären.