Napster will nicht auferstehen
Die umstrittene Musiktauschbörse Napster wird nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" nicht wie geplant in diesem Monat an den Start gehen.
Dies habe Napster-Vorstandschef Konrad Hilbers bestätigt, schreibt das Magazin in seiner neuen Ausgabe.
Keine Einigung bei Song-Lizenzen
Die erwartete Einigung mit den führenden Plattenfirmen über eine
Lizenzierung ihrer Musiktitel sei noch nicht erreicht worden. Über
einen neuen Termin wolle Hilbers nicht spekulieren, hieß es.
Grammys verteufeln Musik-DownloadsVerletzung von Urheberrechten
Nach Millionenklagen der Musikindustrie wegen Verletzung von Urheberrechten hatte die Tauschbörse im Sommer 2001 ihren Dienst einstellen müssen.
Gemeinsam mit Partner Bertelsmann sollte Napster als kostenpflichtiges Abonnement-Angebot nach mehrfachen Verzögerungen nun Ende dieses Quartals wieder frei geschaltet werden.
Noch immer streiten sich die Prozessgegner um die Lizenzierung von Musiktiteln.
Urheberrechte wollen bewiesen werden
Anfang März hatte die zuständige Richterin die Plattenlabels
aufgefordert zu beweisen, dass sie an 213 Liedern, für deren
illegalen Tausch sie Schadenersatz verlangen, überhaupt die
Urheberrechte besitzen. Unter anderem soll es dabei um Lieder von
Elvis Presley und den Beatles gehen.
Ewiger Napster-Streit geht weiter
