22.03.2002

2001

Bildquelle: ta

TA steigert Gewinn um 38,8 Prozent

Die Telekom Austria [TA] hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 deutlich mehr verdient.

Die TA hat 2001 nach vorläufigen Zahlen bei einem fast konstanten Gruppenumsatz von 3,94 Milliarden Euro [Vorjahr: 3,90] ihr Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation [EBITDA] und vor Kosten für freigestellte Mitarbeiter um 38,8 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro [Vorjahr: 1,06] verbessert.

Analysten hatten das TA-EBITDA ohne Personalfreisetzungskosten in der Bandbreite von 1,375 bis 1,405 Milliarden Euro erwartet. Der Mittelwert der EBITDA-Schätzungen war bei 1,386 Milliarden Euro gelegen.

Mobilkom wächst weiter

Die Mobilfunktochter der TA, die Mobilkom Austria, steigerte den Umsatz 2001 nach vorläufigen Zahlen um 14,1 Prozent auf 1,713 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern [EBITDA] wuchs um 30,9 Prozent auf 571,3 Millionen Euro.

Die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen für 2001 ist für 9. April geplant.

Echo auf das Ergebnis

Die TA liege auf Erfolgkurs, die Restrukturierung sei bisher erfolgreich verlaufen, der Personalabbau schneller als erwartet umgesetzt und der Marktanteilsverlust im Festnetzbereich verlangsamt worden, sind sich heute befragte Analysten einig. Schwarze Zahlen werden allerdings erst für das Jahr 2003 erwartet.

"Die vorläufigen Zahlen für 2001 sind sehr gut und liegen beim Gruppenumsatz am oberen Ende der Analystenerwartungen, beim Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern sogar darüber", sagte RZB-Analystin Margit Moritz.

"Das Festnetz hat überrascht", kommentierte Erste-Bank-Analyst Konrad Sveceny die heute veröffentlichten TA-Zahlen. Auch der Mobilfunkbereich zeige eine erfreuliche Entwicklung, aus dem internationalen Geschäft seien bei Umsatz und EBITDA positive Steigerungen verzeichnet worden.

Einen Erfolg im Festnetzgeschäft erwartet sich CA-IB-Analyst Alfred Reisenberger von der angekündigten Kundenoffensive der TA. 2002 erwartet Reisenberger im TA-Konzern allerdings noch einen Umsatzrückgang von 7,5 Prozent, im Internet- und Datenbereich hingegen einen Anstieg.