19.03.2002

200.000 X ADSL

Bildquelle: ORF.at

Telekom Austria auf Kundenjagd

Im Zuge ihrer Marktoffensive 2002 will die Telekom Austria [TA] die Zahl ihrer ADSL-Kunden auf 200.000 verdoppeln.

Die Einrichtungszeiten für ADSL-Anschlüsse sollen von zwei bis drei Wochen auf neun Tage bis Mitte des Jahres und weiter auf sieben Tage bis Ende 2002 verkürzt werden, sagt Telekom-Vorstand Rudolf Fischer am Dienstag.

Die Verfügbarkeit von ADSL beträgt im April 2002 österreichweit 80 Prozent, in den Ballungszentren ist ADSL praktisch überall erhältlich [98 %]. Das wurde nach Angaben der Telekom durch 60 neue Vermittlungsstellen und eine Investitionssumme von 5,8 Millionen Euro erreicht.

Internet-Provider

Die Internet-Provider seien über das neue ADSL-Angebot der Telekom informiert worden, sagte Helmut Leopold, oberster Netzdesigner der Telekom, zur fuZo.

Das so genannte ISPA-Paket - Konditionen, unter denen Reseller das ADSL-Angebot zum Weiterverkauf erhalten - werde für die Provider im Einkauf sogar günstiger sein als bisher, so Leopold.

Direktvertrieb und Marktanteile

Im Kampf um die Telefonkunden soll künftig der "Direktvertrieb" forciert werden, das heißt, Call-Center-Mitarbeiter sollen gezielt abgewanderte Kunden anrufen und zurückgewinnen. Geplant ist außerdem eine neue Werbekampagne, mit der speziell die Preise beworben werden sollen. Zumindest für die derzeit rund 200.000 Tiktak-Kunden soll Telefonieren vom Festnetz zur TA-Mobilfunktochter A1 in der Freizeit um 17 Prozent billiger werden.

Die Marktanteile im Festnetz - Ende 2001 noch 56,2 Prozent - sollen durch die neue Marktoffensive mittelfristig bei 52 bis 53 Prozent stabilisiert werden, sagte Fischer am Dienstag vor Journalisten. Insgesamt investiert die TA heuer 25 Millionen Euro in die Werbung.

Bis Mitte Juni wird "Telekom Austria" wieder als Konzernmarke eingeführt, so Fischer. Ein neues Logo ist bereits ausgeschrieben, erste Präsentationen sind diese Woche angesetzt. Die Einreichfrist endet Mitte April, danach wird es eine Shortlist von drei Bewerbern geben, "Jet2Web" lebt weiter als Marke im Internet-Bereich.