ISPA-Breitseite gegen die Telekom
Die Meinung der Telekom Austria [TA], dass der neue Vertrag für Weiterverkäufer von ADSL für die Provider im Einkauf sogar günstiger sei als der alte, können die ISPs nicht teilen, im Gegenteil.
"Wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren", sagte Kurt Einzinger, Generalsekretär der ISPA [Internet Service Providers Association Austria] zur fuZo.
"Monopolstellung"
Das Angebot der Telekom an die Provider sei nichts anderes als
das "brutale Ausnützen einer Monopolstellung". Um gleiche
Konditionen wie die Telekom bieten zu können, müssten die
ADSL-Reseller unter dem Einstandspreis verkaufen, das komme einem
"Todesurteil" gleich.
ADSL-Downloadlimit gefallen"Krasse Benachteiligung der Provider"
Es gehe nicht darum, so Einzinger weiter, "das Produkt wegzukriegen", nur müsse die Ausgangsposition für Jet2Web und alle übrigen Provider gleich sein.
Wenn man wie die TA das Downloadvolumen auf vier GB [bisher ein GB] vervierfache, die Reseller von der Telekom aber nur ein freies Kontingent von 800 MB [statt bisher 500] angeboten bekämen, dann sei das eine krasse Benachteiligung der Provider.
Unter diesen Bedingungen sei es völlig unmöglich, selbst attraktive ADSL-Angebote zu erstellen.
ISPA wurde informiert
Die ISPA sei über das neue ADSL-Angebot der Telekom informiert
worden, hatte Helmut Leopold, oberster Netzdesigner der TA, gestern
zur fuZo gesagt.
TA auf KundenjagdISPA wurde nicht informiert
"Das stimmt", sagt Einzinger, "wir haben das Angebot zum Zeitpunkt der Telekom-Pressekonferenz bekommen", als die neuen ADSL-Tarife öffentlich verkündet worden seien.
Im Übrigen sei die ISPA weder über die Dimensionen des neuen ADSL-Angebots noch über den nahen Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens [1. April] informiert worden.
