CDs und DVDs werden flexibel
Speichermedien-Hersteller Flexstorm präsentiert auf der CeBIT flexible Compact Disks. Die "FlexCD" ist laut Flexstorm leichter, preiswerter und vor allem schneller herzustellen als eine handelsübliche CD.
Die von einer Tochterfirma der Bertelsmann AG entwickelte Compact Disk bietet den Speicherplatz herkömmlicher CDs bei einer Dicke von nur 0,1 Millimeter - das entspricht einem Zehntel von herkömmlichen CDs.
Um die FlexCD in herkömmlichen CD-Playern zu nutzen, muss diese allerdings in einen Adapter eingelegt werden. Außerdem sollen die flexiblen Scheiben möglichst nicht in CD-Laufwerken mit mehrfacher Geschwindigkeit eingesetzt werden.
Angeblich lassen sich die neuen, auf Polyester basierenden CDs laut Flexstorm rund zehn Mal schneller produzieren als Polycarbonatscheiben.
FlexstormAlles Werbung
Der Hersteller sieht die Zukunft der neuen Disk in erster Linie im Werbebereich. Die CD lässt sich leicht in Zeitschriften unterbringen, wie ein Aufkleber auf Flaschen anbringen oder sogar um eine Zigarre wickeln, wie Flexstorm auf seiner Site vorschlägt.
Erik Hunter, Vize-Präsident Business Development bei Flexstorm , geht davon aus, dass es noch zahlreiche weitere Einsatzgebiete für die Neuentwicklung gibt:
"Wir halten Ausschau nach Märkten, in denen die Kosten und das Gewicht starrer CDs deren Einsatz verhindert hat."
Laut Flexstorm sind die "FlexCD" die ersten flexiblen CDs der Welt - was nicht ganz stimmt: ThinDisc hat schon vor mehr als einem Jahr entsprechende Scheiben vorgestellt - es aber nicht zum Masseneinsatz gebracht. Und auch das herkömmliche Tesa-Klebeband soll bald zum Datenspeicher werden:
Klebestreifen als DatenspeicherKopierschutz auf der Wabbelscheibe
Neben den "FlexCDs" verspricht Flexstorm auf seiner Site auch schon "FlexDVDs", diese wurden allerdings auf der CeBIT nicht vorgestellt.
Flexstorm bietet für seine CDs zudem ein DRM-System an [Digital Rights Management], mit dem beispielsweise Plattenfirmen Demo-Stücke zum begrenzten Abspielen verteilen können.
