Anonym einkaufen im Internet
Das Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation [SIT] präsentiert während der CeBIT vom 13. bis 20. März eine Software, die das Online-Shopping anonymisieren soll.
Damit soll Einkaufen im Internet auch ohne Preisgabe des Namens gegenüber dem Händler möglich werden - wie im herkömmlichen Geschäft, wo bei der Barzahlung auch nicht der Name des Kunden notiert wird.
Fraunhofer-Institut für Sichere TelekooperationDatentrennung zwischen Händler und Paketdienst
Realisiert wird das durch eine Datentrennung zwischen Händler und Paketdienst.
Der Kunde hat die Möglichkeit, ohne Preisgabe seiner wahren Identität unter einem Pseudonym dem Händler gegenüber aufzutreten, einzukaufen und zu bezahlen.
Für die Warenauslieferung zuständige Paketdienste erhalten die Lieferadresse direkt vom Kunden und nicht wie bisher vom Online-Händler.
E-Commerce-Gesetz
Die Österreicher können derzeit zwischen rund 8.000 Web-Shops
wählen. Seit 1. Jänner 2002 schreibt das E-Commerce-Gesetz mehr
Transparenz vor: Online-Händler sind verpflichtet, alle für den
Kunden relevanten Daten auf der Homepage anzuführen. Darunter fallen
z. B. Adresse, Telefonnummer und Aufsichtsbehörde. Werbung muss klar
als solche gekennzeichnet sein. Bestellvorgänge müssen erklärt
werden, Eingabefehler leicht korrigierbar sein.
Boom von heimischen Web-ShopsWettbewerbsvorteil für Händler
Matthias Enzmann vom SIT betont, dass mit "DASIT" nicht nur deutsches und europäisches Datenschutzrecht eingehalten wird.
Nach Ansicht der Entwickler vom Frauenhofer-Institut haben Internet-Shop-Betreiber durch die Verwendung dieses Programms einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Käufer, deren Anonymität gewährleistet ist, geben bereitwilliger Auskunft über Konsumgewohnheiten und Kaufvorlieben. So lassen sich leichter die für Marketingplanung wichtigen Nutzungsprofile erstellen.
