Flash OFDM für das alte "C-Netz"
Die neu vergebenen 450 MHz-Frequenzpakete sollen mit der mobilen Breitbandtechnologie Flash-OFDM Breitband-Internet aufs Land bringen.
Diese Woche wurden in Österreich drei Frequenzpakete im 450 MHz-Bereich vergeben, in dem früher das analoge C-Netz gesendet hat. Den Zuschlag erhielten dabei T-Mobile und die schwedische Green Network.
T-Mobile hatte bereits im Vorfeld angekündigt mit dem neuen Frequenzpaket "als erster und einziger Mobilfunkbetreiber in Österreich" die zusätzliche Technologie "Flash-OFDM" [Orthogonal Frequency Division Multiplex] zu nutzen.
Von Siemens entwickelt
Diese von Siemens mitentwickelte Technologie setzt auf die breitbandige Datenübertragung und kann mit mobilen Geräten wie Notebooks und Smartphones genutzt werden.
Die Technik arbeitet auf IP-Basis und erreicht derzeit Übertragungssgeschwindigkeiten von einem Megabit pro Sekunde, demnächst soll auf 2,5 Megabit aufgestockt werden.
Bei Siemens sieht man den Vorteil der Technik vor allem in den geringen Kosten: Im Unterschied zu UMTS benötigt Flash OFDM nur wenige Funkzellen, um große Flächen zu versorgen. Mit einer Sendestation kann ein Umkreis von rund 30 Kilometern abgedeckt werden.
Zudem ist die Technik bei einer Geschwindigkeit bis zu 250 km/h nutzbar und deshalb auch für den Einsatz in Zügen interessant.
310 Gemeinden bis 2007 zu versorgen
Die heimische Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde [RTR] hatte die Vergabe an die verpflichtende Funk-Internet-Versorgung im ländlichen Bereich gekoppelt.
Dafür wurde eine Liste von relevanten Gemeinden erstellt, von denen die künftigen Lizenzinhaber bis Mitte 2007 mindestens 310 Gemeinden und bis Anfang 2009 mindestens 465 Gemeinden über die Funkfrequenz mit Breitbandinternet versorgen müssen.
