15.12.2001

WIRELESS

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Tschechische UMTS-Lizenzen billig vergeben

Die tschechische Regierung hat lediglich zwei der ursprünglich geplanten drei Lizenzen für die neue Mobilfunkgeneration UMTS vergeben und dabei einen weit niedrigeren Preis erzielt, als sie zuvor erhofft hatte.

Die tschechische Telekommunikationsbehörde CTU teilte am Freitag in Prag mit, die Tochter der Deutschen Telekom, Radiomobil, sowie das Gemeinschaftsunternehmen von Verizon, AT&T Wireless und Cesky Telecom, Eurotel, hätten den Zuschlag für eine Lizenz erhalten.

Der dritte Mobilfunkanbieter in Tschechien, Cesky Mobil, hatte sich nicht um eine Lizenz beworben.

Knapp über Mindestgebot

Eurotel erwarb die Lizenz für eine knapp über dem Mindestgebot liegende Summe von 3,535 Milliarden Kronen. Radiomobil bot 3,861 Milliarden Kronen [rund 1,617 Mrd. ATS] und sicherte sich damit im derzeit gängigen Mobilfunkstandard GSM weiteres Frequenzspektrum zum Netzausbau.

Jeweils eine Milliarde Kronen sind von den Unternehmen sofort an den Staat zu bezahlen, der Rest soll verteilt über die nächsten zehn Jahre beglichen werden. Ursprünglich hatte die tschechische Regierung gehofft, mit 20 Milliarden Kronen rund dreimal so hohe Einnahmen aus der Lizenzvergabe zu erzielen.

Die Erlöse bei der Vergabe von UMTS-Lizenzen sind in den vergangenen eineinhalb Jahren deutlich rückläufig gewesen, da in der Telekom-Branche ein deutlicher Preisverfall eingesetzt hatte.