Microsoft spürt Durchbruch in Brüssel
"Ermutigender Vorschlag" vom Experten
Am zweiten und letzten Tag der Anhörung im Kartellstreit zwischen Microsoft und der EU hat der Software-Konzern einen Durchbruch zu einer Lösung des Konflikts vermeldet. Microsoft-Anwalt Brad Smith sagte am Freitag, ein Vorschlag des unabhängigen Experten Neil Barrett sei sehr ermutigend.
Wenig Neues von Microsoft
Beobachter der Anhörung meinten, dass sie vom Softwarehersteller selbst nichts Neues gehört hätten. Auch die EU-Kommission habe keinerlei Zeichen von Zustimmung irgendeiner Art gezeigt.
Ein Kommissions-Sprecher meinte im Anschluss, dass die EU-Kommission nun über die gehörten Argumente beraten werde. An alle Beteiligten war die Aufforderung ergangen, der Presse gegenüber nichts über das Anhörungsverfahren auszuplaudern.
Offenlegung von Schnittstellen
In der Auseinandersetzung gehe es es um Auflagen, die Microsoft erfüllen muss, um eine drohende Geldbuße von täglich zwei Mio. Euro abzuwenden.
Inzwischen hat sich auch die US-Regierung in den Wettbewerbsstreit eingeschaltet. Die Brüsseler Wettbewerbshüter erhielten dazu ein Schreiben von der US-Vertretung bei der EU, wie Kommissionssprecher Jonathan Todd am Freitag mitteilte.
(futurezone | AP | APA)
