13.12.2001

KONKURRENZ

Bildquelle: ms/fr

Red Hat will MS in Zugzwang bringen

Red-Hat-CEO Matthew Szulik hatte am Mittwoch Gelegenheit, vor dem Microsoft-Untersuchungsausschuss des US-Senats als Experte auszusagen.

Wie er bereits im Vorfeld ankündigte, hat er dem Gremium geraten, den vom Justizministerium mit Microsoft ausgehandelten Vergleich im Kartellverfahren abzulehnen..

Zudem will er den umstrittenen Kompromiss zu Fall bringen, mit dem MS die weiterhin klagenden neun Bundesstaaten zu beschwichtigen versucht. "Die jüngste Entscheidung des Justizministeriums ist unangemessen", erklärte Szulik dazu bereits gestern.

70 statt 14 Rechner pro Schule

Mitte November hatte Microsoft zudem angeboten, die bedürftigsten Schulen der Vereinigten Staaten mit Hard- und Software - letztere natürlich aus der eigenen Produktion - auszustatten.

Auch hier hat Szulik widersprochen: Red Hat will stattdessen alle US-Schulen mit Red Hat Linux sowie allen notwendigen Open-Source-Applikationen ausstatten. Microsoft soll dafür den Gegenwert der geplanten Software-Spende, also rund eine Milliarde USD, den Schulen in Hardware-Form zukommen lassen.

Lege man offizielle Microsoft-Preise zu Grunde, käme dann jede Bildungsinstitution zu 70 anstatt nur zu 14 Rechnern, so Red Hat. Zudem müssten die Schulen nicht - wie nach dem Microsoft-Modell - nach fünf Jahren teure MS-Software-Lizenzen erwerben.