12.12.2001

TIME WARNER

Bildquelle: FuZo

"Kein Umschwung bei Werbeausgaben"

Der scheidende Chef des weltgrößten Medienunternehmens Time Warner, Gerald Levin, erwartet keine unmittelbare Erholung des angeschlagenen Werbemarkts.

"Wer meint, einen Umschwung bei der Werbung zu sehen, macht sich selbst etwas vor", sagte Levin in der Nacht zum Mittwoch vor Journalisten in Los Angeles. "Wir befinden uns nicht in einem traditionellen Zyklus."

76 Milliarden Euro für Reklame

In den USA sind die Ausgaben für Reklame nach Angaben der Marktforschungsfirma CRM in den ersten neun Monaten 2001 um 7,8 Prozent auf 68,8 Milliarden USD [76 Mrd. Euro] gesunken.

Das Werbevolumen in deutschen Medien schrumpfte dem Marktforscher A.C. Nielsen zufolge bis einschließlich November sogar um 10,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Mark [1,6 Mrd. Euro].

AOL Time Warner sieht sich nach den Worten Levins durch die Konzernbeteiligungen im Fernsehen, bei Printmedien, im Internet und bei der Filmproduktion auch für den härteren Wettbewerb gut aufgestellt.