"Speicher-Preiskampf geht dem Ende zu"
Der ruinöse Preiskampf auf dem weltweiten Markt für Arbeitsspeicherchips nähert sich seinem Ende.
Das meinte zumindest der Vorstandvorsitzende des Chipherstellers Ifineon, Ulrich Schumacher, heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz der österreichischen Infineon-Tochtergesellschaft, die im Vergleich zum Gesamtkonzern ausgezeichnete Zahlen präsentierte.
Herstellung rechnet sich nicht mehr
Für einen Standardarbeitsspeicher mit einer Kapazität von 128
MBit musste man im September 2000 noch 15 Dollar zahlen, heuer im
Oktober kostet er im Schnitt gerade noch einen Dollar. Das ist weit
unter den Produktionskosten.
PC-Verkäufe weltweit erstmals rückläufigPreisdumping durch Korea
Diese Entwicklung freut die Computerkäufer, den großen Chipherstellern wie Infineon bescherte dieser ruinöse Preiskampf Verluste in Milliardenhöhe.
Dabei produziere Infineon seine Chips weltweit am kostengünstigsten, die Preise würden jetzt allerdings noch durch Subventionen in manchen Staaten wie etwa Südkorea verzerrt, sagt Schumacher.
Südkorea habe seine Industrie in den letzten zwölf Monaten mit acht Milliarden Euro [110 Mrd. ATS] gefördert, dieser Zustand könne aber nicht zuletzt wegen der lautstarken internationalen Proteste nicht mehr lange anhalten, so Schumacher.
Infineon Österreich im Plus
Der Infineon-Gesamtkonzern verbuchte im abgelaufenen
Geschäftsjahr einen Verlust von über einer Milliarde Euro. Infineon
Österreich mit Hauptstandort in Villach hingegen konnte den Umsatz
um 27 Prozent oder 93 Millionen Euro [1,27 Mrd. ATS]auf 429
Millionen Euro steigern.
Halbleiter-Umsatz bricht ein
