max.mobil klagt Telekom Austria
Der Handynetzbetreiber max.mobil wird morgen, Mittwoch, eine Mahnklage beim Handelsgericht Wien gegen die Telekom Austria [TA] einreichen. Streitpunkt sind die Zusammenschaltungsgebühren, die die TA an max.mobil für Gespräche vom Festnetz ins Mobilfunknetz bezahlt. "Die TA müsste uns laut Vertrag 2,70 S pro Minute zahlen, zahlt aber seit Jahresbeginn nur 2,50 S", erläuterte max.mobil-Sprecherin Manuela Bruck. Nach Schätzungen von Brancheninsidern sind max.mobil dadurch rund 300 Mio. ATS entgangen.
max.mobilMit der Klage soll dieser Fehlbetrag nun rückwirkend per 1. Jänner 1999 wieder eingefordert werden, da "in langwierigen Verhandlungen keine einvernehmliche Lösung" gefunden werden konnte, so Bruck. max.mobil rechne noch heuer mit einer Entscheidung des Handelsgerichts.
Außerdem steht zwischen TA und max.mobil noch heuer die Neuverhandlung ebendieser Zusammenschaltungsgebühren an, da die Verträge per Jahresende auslaufen. "Wir hoffen hier auf eine Übereinkunft, ansonsten müssen wir uns an den Regulator wenden", betonte Bruck. max.mobil werde jedoch auch für die neuen Verträge weiter auf 2,70 S pro Minute pochen.
