11.12.2001

VERSCHLANKUNG

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Toshiba-Chips sollen ab 2002 Gewinne bringen

Japans größter Chiphersteller, der Technologiekonzern Toshiba Corp, will mit seinem bisher verlustträchtigen Chipgeschäft ab dem Geschäftsjahr 2002 [ab 1. April] wieder schwarze Zahlen schreiben.

Bis dahin müsse die Chipsparte des Konzerns noch weiteren Restrukturierungsmaßnahmen unterworfen werden, sagte Takeshi Nakagawa, Chef des Chipgeschäfts von Toshiba.

Für das laufende Geschäftsjahr [zum 31. März 2002] wurde bereits ein Abbau von 3.000 Stellen angekündigt. Er wiederholte das Ziel des Unternehmens, das Massengeschäft mit Standard-Speicherchips [DRAM] entweder durch die Fusion mit einem Partner, den Verkauf oder durch Schließung zu beenden.

Preise sind stark gefallen

Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte im vergangenen Monat in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt, dass die Gespräche bis zum Jahresende beendet sein würden.

Toshiba erhofft sich nach Aussage von Nakagawa ein starkes Umsatzwachstum durch die Produktion von NAND-Speicherkarten, die unter anderem in Mobiltelefonen und digitalen Fotoapparaten eingesetzt werden. Nakagawa zufolge sind die NAND-Preise auf rund 40 Yen je Megabit von 200 Yen im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Diese Preissenkung beschleunige den Einsatz dieser Chips in einer Reihe von Produkten.

Toshiba fällt, Infineon steigt

Die Toshiba-Aktien schlossen an der Börse in Tokio 3,1 Prozent schwächer bei 500 Yen. Die Papiere von Infineon stiegen am Dienstagnachmittag auf einem freundlichen Gesamtmarkt um 0,58 Prozent auf 26 Euro.