Google kämpft mit seinen Daten

Schutz
30.03.2006

Google will zwar die Daten seiner Nutzer schützen, seine eigenen hat der Anbieter allerdings nicht immer unter Kontrolle.

Sorgte Anfang des Monats eine veraltete Geschäftsprognose für einen sinkenden Aktienkurs, löschte Google nun sein eigenes Weblog.

Vor wenigen Tagen war auf Google Blog zu lesen: "Google, bitte repariert euer Blog!" Der Poster gab von sich weiters an, nichts mit Google zu tun zu haben, sondern nur die Gelegenheit genutzt zu haben, bevor jemand mit weniger gut gemeinten Intentionen das tue.

Google löschte eigenes Weblog

Kurz darauf gingen die Spekulationen hoch, dass eine Sicherheitslücke im Blog-Service schuld war, dass die Website abseits dieser Meldung völlig leer war. Doch mittlerweile hat Google eingestanden, das Blog selbst gelöscht zu haben.

Niemand habe die Website gehackt oder ein Passwort richtig geraten. Es sei ganz alleine Googles Fehler, gestand der Internet-Dienstleister ein.

Aktientaumel nach falscher Präsentation

Google selbst fing sich damit nicht nur im Netz eine gehörige Portion Hohn ein. Es mache den Eindruck, als ob Google sein eigenes Geschäft nicht richtig um Griff habe, so ein Analyst von Enderle Group. Das mache keinen guten Eindruck.

Anfang des Monats sorgte eine irrtümlich und angeblich überholte ins Netz gestellte Geschäftsprognose für Aufsehen und einen deutlich sinkenden Aktienkurs.

Google muss Stellung beziehen

Daraufhin sah sich Google gezwungen, in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht festzustellen, dass die unveröffentlichte Präsentation über Erwartungen im Anzeigengeschäft aus dem Jahr 2005 sei. Die Informationen seien nicht für die Geschäftsplanung bestimmt und dürften nicht als Ausblick betrachtet werden, so der Konzern.

Ein Blogger hatte das Dokument nach einer Analystenkonferenz entdeckt. Darin waren unter anderem auch Hinweise auf einen möglichen Datenspeicherdienst namens GDrive enthalten.

(futurezone | APA | Reuter | IDG)