Gamer löst bilaterale Spannung aus
Ein Spieler, der bei den "World Cyber Games" in Seoul eine Goldmedaille gewonnen hatte, löste durch seine Art, den Sieg zu feiern, eine handfeste bilaterale Krise zwischen Taiwan und der Volksrepublik China aus.
Der 17-jährige Taiwanese Tseng Jeng-cheng, der seine Auszeichnung ausgerechnet für seine Performance bei "Age of Empires II: the Conquerers" erhielt, schwenkte bei der Siegerehrung Taiwans Flagge und skandierte "Taiwan number one".
Knapp 400 Spieler aus 37 Ländern kämpften bis gestern neben Ruhm und Ehre auch um Preisgelder in Höhe von insgesamt 2.105.326 ATS [153.000 Euro].
Krieg der Welten beginnt in SeoulWirbel
Die Provokation eines jugendlichen Gamers reicht offensichtlich beim angespannten Verhältnis zwischen China und Taiwan aus, um ernsthafte Verstimmungen auszulösen.
In Taiwan schaffte es der Zwischenfall heute auf fast alle Zeitungstitel, und Vertreter des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CCTV haben die Organisatoren der "World Cyber Games" ausgefordert, Tseng Jeng-cheng zu einer Entschuldigung zu bewegen.
