07.12.2001

AMS

Bildquelle: FuZo

Steirischer Chiperzeuger trotzt IT-Flaute

Der steirische Chiperzeuger austriamicrosystems [AMS] trotzt im Jahr 2001 - dem 20. Konzernjubiläum - dem Einbruch in der Chipindustrie mit Umsatzsteigerungen und freut sich über die Kapazitätsausweitung durch den Produktionsstartschuss in der neuen Fabrik.

"Wir erwarten für heuer ein Wachstum an die 20 Prozent", hob AMS-Chef Hans Jörg Kaltenbrunner die erwartete Umsatzsteigerung seines Unternehmens auf 145 Millionen Euro [zwei Mrd. ATS] am Freitag vor Journalisten in Wien hervor.

30-prozentiges Branchenminus

"Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir das Unternehmen tief greifend umstrukturiert und in vier unabhängige Geschäftsfelder organisiert haben", meinte Kaltenbrunner.

Entgegen dem Trend der Chipindustrie - der AMS-Chef bezeichnet das rund 30-prozentige Branchenminus der letzten zwölf Monate als "einzige Katastrophe" - konnte AMS den Personalstand um 200 Personen auf derzeit 940 Mitarbeiter aufstocken.

Dennoch geht der Einbruch auf dem Chipmarkt nicht spurlos an AMS vorüber, fürs erste Halbjahr 2002 erwartet Kaltenbrunner eine Stagnation.

Konzentration aufs US-Geschäft

Nächstes Jahr will sich Kaltenbrunner verstärkt auf das US-Geschäft konzentrieren, da man in Europa, wo zuletzt rund zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet worden seien, mit "den wesentlichsten Produkten" den Sprung zur Weltmarktführerschaft erreicht habe.

Neuerlich bekräftigte der AMS-Chef Pläne für einen zweiten Börsengang in rund zwei Jahren und verteidigte das im Jahr 2000 erfolgte Going Private.

Der Börsenrückzug sei reibungslos verlaufen, zudem würde es den damals bezahlten Preis von 90 Euro je Aktie für die Kleinaktionäre derzeit nicht mehr geben.